Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.
In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion.
In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.
Viktor Frankl
Konfliktmoderation
Die Konfliktmoderation ist – ähnlich wie eine Mediation – ein strukturiertes Verfahren zur Lösung offener Streitfragen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Konfliktparteien eigenverantwortliche und faire Vereinbarungen zu entwickeln, die die Interessen und Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigen und von allen getragen werden.
Die größeren Räumlichkeiten der Systemischen Praxis St. Magnus in Bremen Nord eignen sich besonders für Familien- und Patchworksysteme und für die Konfliktmoderation im Kontext von Kleingruppen.
Wenn das Leben herausfordert ist …
Weitere Informationen zur Konfliktmoderation
Auch bei intensiven Konflikten – etwa im Trennungskontext – kann eine Konfliktmoderation helfen, ungelöste Streitfragen zu klären. Gerade in emotional stark aufgeladenen Situationen ist eine sachliche Kommunikation oft nicht mehr möglich. Eine professionelle Begleitung kann hier helfen, destruktive Beziehungsmuster zu durchbrechen und tragfähige Vereinbarungen zu treffen.
typische Lebenssituationen:
In Trennungssituationen kann sich der Konflikt auch auf das soziale Umfeld und vor allem auf die Kinder ausweiten. Kinder geraten dabei häufig in Loyalitätskonflikte – mit möglichen negativen Folgen für ihre psychosoziale Entwicklung. Eine Konfliktmoderation schafft Raum, um das eigentliche Thema zu klären, bevor es auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird.
typische Fragen:
In Familien kann es zu sich wiederholenden Konfliktdynamiken kommen, die sich auf das gesamte Zusammenleben auswirken. Eine professionelle Konfliktmoderation bietet hier einen geschützten Rahmen, um Probleme offen anzusprechen, neue Kommunikationswege zu entwickeln und tragfähige Vereinbarungen zu treffen.
Prinzipien der Konfliktmoderation
Damit eine Konfliktmoderation erfolgreich verläuft, ist es notwendig, dass sich alle Beteiligten während des gesamten Prozesses an folgende fünf Prinzipien halten:
Vertraulichkeit
Alles, was während der Konfliktmoderation besprochen wird, bleibt vertraulich. Informationen dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder gegen Beteiligte verwendet werden. Gerade sensible Themen können nur offen angesprochen werden, wenn diese Vertraulichkeit gewährleistet ist. Daher verpflichten sich alle Parteien im Konfliktmoderationsvertrag gegenseitig zur Verschwiegenheit.
Freiwilligkeit
Die Teilnahme an der Konfliktmoderation erfolgt grundsätzlich freiwillig. Gerade zu Beginn kann es vorkommen, dass einzelne Beteiligte aufgrund von Abhängigkeiten oder Skepsis nur eingeschränkt freiwillig teilnehmen. Häufig verändert sich diese Haltung bereits nach den ersten Sitzungen, sobald die Chancen und Möglichkeiten der Konfliktmoderation erkennbar werden. Wichtig ist: Niemand wird zur Teilnahme gezwungen, und jede:r kann das Verfahren jederzeit beenden.
Allparteilichkeit
Die Moderation vertritt nicht die Interessen einer einzelnen Partei, sondern sorgt dafür, dass alle Seiten gleichwertig gehört werden. Emotionen sind im Prozess erlaubt und gehören dazu, solange Grenzen gewahrt bleiben. Sollte es zu einer Überschreitung kommen, greift die Moderation ein, um den Schutz aller Beteiligten sicherzustelle
Neutralität
Die Moderation bleibt während des gesamten Verfahrens neutral und schafft für alle die gleichen Möglichkeiten, ihre Interessen und Lösungsideen einzubringen. Diese Neutralität ist entscheidend – sowohl für die Akzeptanz der Moderation als auch für den Erfolg des gesamten Prozesses.
Eigenverantwortlichkeit
Jede Partei trägt ihre Positionen eigenständig vor, verhandelt selbst und übernimmt Verantwortung für die gemeinsam erarbeiteten Lösungen. Voraussetzung dafür ist, dass die Beteiligten ihre Rechte kennen und fehlende Informationen bei Bedarf selbst einholen. Die Moderation bewertet keine Inhalte, gibt keine rechtliche Beratung und bestimmt auch nicht die Richtung der Verhandlungen – die Verantwortung liegt bei den Teilnehmer:innen.